Foren am Freitag vormittag
- Forum 1: Die (Wieder-) Entdeckung der Selbsorganisation – Darf`s etwas mehr selbstbestimmte Teilhabe sein?
- Forum 2: Teilhabe und Rechte von Kindern und Jugendlichen – zu den Herausforderungen einer Pädagogik der Inklusion
- Forum 3: Teilhabe ist möglich – auch im Alter?
- Forum 4: Mehr Partizipation durch Sozialraumorientierung!? Vom Konzept zur verbandlichen Strategie in den Arbeitsfeldern der Caritas
Forum 1: Die (Wieder-) Entdeckung der Selbsorganisation – Darf`s etwas mehr selbstbestimmte Teilhabe sein?
Im Mittelpunkt des Forums steht die Rückbesinnung auf die Potenziale zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation und bürgerschaftlichen Engagements. Die Beziehung von Caritas zu Selbstorganisationen rührt an das Selbstverständnis als Wohlfahrtsverband in der Rolle als Solidaritätsstifter, Anwalt und Partner der Benachteiligten. Hinzu kommt die Rolle als Dienstleister, der einem zunehmendem Wettbewerbs- und Ökonomisierungsdruck ausgesetzt ist. Die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist von der Fürsorge geprägt. Die Förderung selbstbestimmter Teilhabe rückt erst langsam ins Bewusstsein.
- Wie kann vor diesem Hintergrund das Zusammenwirken mit Selbstorganisationen gelingen und praktisch gestaltet werden?
- Werden Selbstorganisationen als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen? Wenn ja, welche Rahmenbedingungen sind erforderlich, damit selbstbestimmte Teilhabe möglich wird?
- Welchen Beitrag kann und muss Caritas dazu leisten und wo liegen ihre Grenzen?
Auf diese und andere Fragen sollen im Forum Antworten gefunden werden.
Positive Ansätze für eine stärkere Teilhabeorientierung werden im Forum beispielhaft für die Themenfelder Migration, Wohnungslosenhilfe,
pflegende Angehörige und Hospiz vorgestellt.
Dokumentation:
- Handout: Sterbenden Freund sein
- Handout: Vom sozialen Rand ins gesellschaftliche Zentrum (D. Kölz)
- Handout: Vom sozialen Rand ins Gesellschaftliche Zentrum (R. Saurer)
- Handout: Selbstorganisation - Akteure der sozialen Arbeit
- Handout: Mitreden und gehört werden (M. Meier)
- Handout: Mitreden und gehört werden (R. Wagener)
- Präsentation: Gemeinsam sind wir stark! (H. Manderscheid)
Grundsatzreferat
- „Gemeinsam sind wir stark!“ Die dauerhafte Herausforderung der Caritas durch Selbstorganisationen
Dr. Hejo Manderscheid , Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Limburg e.V.
Impulsreferate
- Selbstorganisationen - Akteure der sozialen Arbeit - es geht nicht ohne sie, was geht mit ihnen?
Ulrika Zabel , Kompetenz-Zentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe, AWO und Caritas Berlin www.kompetenzzentrum-altenhilfe.de
Ilknur Gümüs , Interkulturelles Beratungs- und Begegnungs-Centrum, Berlin www.ibbc-berlin.de
- Vom sozialen Rand ins gesellschaftliche Zentrum! Wie funktioniert das für Wohnungslose?
Roland Saurer , Leiter des Psychosozialen Zentrums St. Ursula in Offenburg www.agj-st-ursula-heim.de
Doris Kölz , Bundesbetroffeneninitiative wohnungsloser Menschen www.feantsa.org , www.bagw.de
- Mitreden und gehört werden! Pflegende Angehörige melden sich zu Wort!
Martina Meier , Interessenselbstvertretung pflegender Angehöriger (IspAn) www.ispan.de
Rita Wagener , Angehörigenberatung Demenz, Caritasverband Frankfurt www.caritas-frankfurt.de/55760.html - „Sterbenden Freund sein“. Vom Engagement einzelner zu einer Bürgerbewegung.
Edeltraut Kambach , Vorstandsmitglied Hospizgruppe Freiburg www.hospizgruppe-freiburg.de
Moderation:
- Claudia Brinner, DCV
Forum 2: Teilhabe und Rechte von Kindern und Jugendlichen – zu den Herausforderungen einer Pädagogik der Inklusion
Das Forum nimmt Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen in den Blick. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Pädagogik
aussehen muss, die auf selbstbestimmte Teilhabe und Inklusion ausgerichtet ist.
Dabei werden die Herausforderungen für die verschiedenen Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe benannt und Handlungsoptionen
für die Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte erarbeitet.
Bei diesem kritischen Blick auf die derzeitigen pädagogischen Ansätze – insbesondere in der Arbeit mit sozial benachteiligten
jungen Menschen – werden folgende Aspekte thematisiert:
- Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention,
- Partizipation von Kindern und Jugendlichen,
- Gestaltung von Übergängen
- und diverse Schnittstellenproblematiken.
Ziel des Forums ist es, Teilhabe-Barrieren zu identifizieren und Beiträge für deren Überwindung zu leisten.
Dokumentation:
- Präsentation: Teilhabe und Rechte von Kindern und Jugendlichen - Herausforderungen einer inklusiven Pädagogik (von Prof. Dr. Schroer)
Referent:
- Prof. Dr. Wolfgang Schroer , Uni Hildesheim
Moderation:
- Roland Fehrenbacher, Referatsleiter Kinder- und Jugendhilfe des Deutschen Caritasverbandes
Forum 3: Teilhabe ist möglich – auch im Alter?
Das Recht an politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Prozessen einer Gesellschaft tailzuhaben und diese mitzugestalten gilt auch für Menschen im Alter - vom "rüstigen Rentner" bis zum "hochbegabten Pflegebedürftigen". Wie jedoch gelingt es der Caritas in der Altenhilfe selbstbestimmte Teilhabe zuzulassen und sie zu befördern? Wie sieht unser Beitrag diesbezüglich im Gemeinwesen aus? Wie gestalten sich selbstbestimmte Teilhabe in unseren Diensten und Einrichtungen? Welche Rolle spielt hierbei das Zusammenwirken von beruflichem und nichtberuflichem Hilfesystem?
Nach der theoretischen Betrachtung dieser Fragen im Grundsatzreferat besteht die Möglichkeit in Arbeitsgruppen anhand von Praxisbeispielen die Thematik zu vertiefen und zu diskutieren.
Dokumentation:
- Präsentation: Gesellschaftliche Teilhabe für ein gelingendes Leben in der dritten und vierten Lebensphase
- Präsentation: Interkultureller SeniorInnentreff OASI
- Präsentation: Sozialraumorientierung als Chance
- Präsentation: Sebastian Fackelmann Haus
Grundsatzreferat:
"Sozialraumorientierung als Chance selbstbestimmter Teilhabe im Alter"
Prof. Dr. em. Udo F. Schmälzle, Katholisch-Theologische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Arbeitsgruppen:
- Das Konzept der Caritas Essen zur Gestaltung von Sozialräumen (Prof. Dr. em. Margot Sieger, pädea. Institut für Bildung, Beratung und Forschung im Sozial- und Gesundheitswesen)
- OASI "Möglichkeiten der Teilhabe im Alter am Beispiel des interkulturellen Seniorentreffs Frankfurt-Höchst" (Rosa Meneses-Grohnwald, Caritasverband Frankfurt)
- Das Sebastian Fackelmann Haus in Hersbruck "Möglichkeiten der selbstbestimmten Teilhabe in einem integrativen Wohnprojekt" (Michael Groß, Geschäftsführer Caritasverband im Landkreis Nürnberger Land)
Moderation:
Anne Helmer, Referentin Verband Katholischer Altenhilfe in Deutschland
Forum 4: Mehr Partizipation durch Sozialraumorientierung!? Vom Konzept zur verbandlichen Strategie in den Arbeitsfeldern der Caritas
über die Sozialraumorientierung.
Sozialraumorientierung bedeutet, den Willen und die Interessen der Menschen in ihren Lebensräumen zum Ausgangspunkt Sozialer Arbeit zu machen. Hierin liegt ein großes Potential, um die gesellschaftliche Teilhabe für alle Bewohnergruppen gleichermaßen zu erhöhen.
Das Forum beleuchtet die verschiedenen Dimensionen des sozialräumlichen Arbeitsansatzes in Theorie und Praxis. Umsetzungsstrategien durch Caritasverbände in ausgesprochen unterschiedlichen Kontexten werden unter besonderer Berücksichtigung der Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden vorgestellt. Erste Thesen zur Förderung der sozialräumlichen Arbeit als verbandliche Strategie der Caritas werden formuliert.
Dokumentation:
- Beitrag: Sozialraumorientierung als Fachkonzept der Sozialen Arbeit
- Gespräch: Mehr Partizipation durch Sozialraumorientierung!?
- Beitrag: Thesen des Deutschen Caritasverbandes zum sozialräumlichen Arbeiten in der Caritas
- Präsentation: Sozialraumgerechte Strategien der Caritas
Grundsatzreferat:
- "Sozialraumorientierung als Fachkonzept der sozialen Arbeit"
Prof. Stefan Bestmann , Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin und Europäisches Institut für Sozialforschung, Berlin
Impulsreferate:
- "Aus der sozialraumorientierten Arbeit eines großstädtischen Caritasverbandes: Quartiersmanagement, community organizing und
die Vernetzung mit Kirchengemeinden sowie pastoralen Räumen"
Hartmut Fritz , Direktor Caritasverband Frankfurt am Main - "Sozialraumorientierung von Diensten und Einrichtungen - wie kann das gelingen?
Dr. Peter-Georg Albrecht , nexus - Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung gGmbH, Berlin - "Thesen des Deutschen Caritasverbandes zur Förderung des sozialräumlichen Arbeitens in der Caritas"
Theresia Wunderlich , Leitern der Abteilung Soziales und Gesundheit im Deutschen Caritasverband e. V., Freiburg
Moderation:
- Karin Vorhoff , Referentin für das Arbeitsfeld Sozialräumliche Arbeit, Deutscher Caritasverband e. V., Freiburg